In Bildungseinrichtungen wie Kitas und Schulen werden mittlerweile immer mehr gesundheitsförderliche Maßnahmen umgesetzt. Berufsbildende Schulen stehen bisher jedoch kaum im Fokus gesundheitsförderlicher Aktivitäten. Dabei ist der Übergang von der Schule in die Berufsausbildung und Arbeitswelt eine Lebensphase, die potenziell herausfordernd für die körperliche wie seelische Gesundheit sein kann. Damit der Start ins Berufsleben gelingt, sollten auch während der beruflichen Ausbildung gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen geschaffen und die Gesundheitsressourcen der Lernenden bzw. Auszubildenden gestärkt werden. Im Rahmen des Projektes „Gesundheitsförderung in Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen“ werden bedarfsbezogene Konzepte erstellt und an ausgewählten Modellschulen erprobt.

Die Landschaft der Berufsbildenden Schulen weist eine große Heterogenität an Schulformen und Trägerschaften auf: 2016 gab es in Niedersachsen insgesamt 263 Berufsschulen, Berufseinstiegsschulen, Berufsfachschulen, Berufsoberschulen, Fachoberschulen, Berufliche Gymnasien, Fachschulen sowie Schulen des Gesundheitswesens in öffentlicher sowie freier Trägerschaft.

Im Rahmen des Projektes „Gesundheitsförderung in Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen“ werden in einem ersten Schritt Anforderungsprofile für Interventionen der Gesundheitsförderung in verschiedenen Schulformen erarbeitet werden. Dies erfolgt jeweils unter Berücksichtigung der dort vorzufindenden spezifischen Strukturen, ggf. bereits vorhandener Angebote sowie grundlegender Bedarfe. In einem zweiten Schritt werden bedarfsbezogen Konzepte erstellt und an ausgewählten Modellschulen erprobt. Zudem sollen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände für die Bedeutung und Potenziale dieses Handlungsfeldes sensibilisiert werden.

 

Zielgruppe
Im engeren Sinne zählen zur Zielgruppe des Projekts Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte und schulische Mitarbeiter*innen von Berufsbildendenden Schulen aus dem technischen, gewerblichen, kaufmännischen, erzieherischen Bereich sowie dem Gesundheitsbereich. Im weiteren Sinne sollen auch Stakeholder der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen sensibilisiert werden.

 

Ziele
Übergeordnetes Ziel ist es, gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen in Berufsschulen zu schaffen und die Gesundheitsressourcen von Berufsschüler*innen (und Lehrenden) in diesem Setting zu stärken. Die spezifischen Ziele und Inhalte des Projektes sind:

  1. Schaffung von Transparenz über bestehende Strukturen, ggf. bereits vorhandene Angebote sowie Bedarfe zur Gesundheitsförderung und Prävention in Berufsschulen
  2. Konzeption und Erprobung von Ansätzen, Methoden und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in diesem Setting
  3. Formulierung von Handlungsempfehlungen für gesundheitsförderliche Interventionen in diesem Setting
  4. Sensibilisierung von Stakeholdern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen für die Potenziale des Handlungsfeldes

Die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in verschiedenen berufsbildenden Schulformen werden dabei berücksichtigt. Zudem sollen mögliche Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit mit bzw. einen Transfer von Wissen in (Ausbildungs-)Betriebe erarbeitet werden.

 

Laufzeit
Das Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren, von März 2018 bis Februar 2020.

 

Finanzierung / Kooperation
Die Techniker Krankenkasse unterstützt und finanziert das Projekt.

 

Veröffentlichung
Die Ergebnisse des Projekts werden an dieser Stelle veröffentlicht.

 

Kontakt
Marie-Kristin Dunker
Telefon: 0511 / 21 55 99 -03
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Sophia Gottschall
Telefon: 0511 / 21 55 99 - 01
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