Der Gesundheitsmarkt hat in den vergangenen zehn Jahren ein echtes Neuland entdeckt: die Männergesundheit. Wurden, abgesehen von der urologischen Praxis, geschlechtsbezogene Gesundheitsdienstleistungen bisher ausschließlich für Frauen konzipiert, werden jetzt immer neue Leistungen für Männer kreiert, angeboten und nachgefragt. Den vorläufigen Höhepunkt hat diese Entwicklung mit dem pharmakologischen Siegeszug von Viagra erreicht.

 Weitere Ausprägungen des Trends stellen die zur Zeit anlaufende Etablierung eines speziellen „Männerarztes“, die Anpassung der Schönheitschirugie auf männliche Bedürfnisse (z.B. Kinnimplantate oder Haartransplantationen) und die erfolgreiche Vermarktung spezieller Gesundheitstipps für Männer in Zeitschriften und in den neuen Medien dar. „Mens Health“, oder „Fit for Fun“ heißen die Zeitschriften, die den neuen, gesundheitsbewussten Mann ansprechen sollen. Das Groß der Gesundheitstipps in den genannten Publikationen beschränkt sich allerdings auf Übungen zum schnellen Workout mit besonderem Fokus auf den Waschbrettbauch, schnellen Diäten auf dem Weg zum Idealgewicht sowie Flirt- und Sextipps. Aber ist das wirklich Männergesundheit, der sexuell voll funktionsfähige und trickreiche Körper mit Idealgewicht und Waschbrettbauch?

Mit der Gesundheitsberichterstattung des Bundes in den vergangenen Jahren durch verschiedene Spezialberichte, z. B. den Kinder- und Jugendgesundheitssurvey oder den Bericht zur Gesundheit von Frauen und Männern im mittleren Lebensalter zeigt sich eine schrittweise Verbesserung der Forschungslage zu männerspezifischen Gesundheitsaspekten. Ein erster Männergesundheitsbericht wurde Ende 2010 von der Stiftung Männergesundheit vorgelegt. Ein umfangreicher Männergesundheitsbericht des Robert-Koch-Institutes wird zurzeit erstellt. Welchen Stellenwert hat Gesundheit innerhalb männlicher Identitätsbildung? Ist Gesundheit ein normales "Muss", stellen Männer Arbeit über Gesundheit? Was zeichnet männliche Lebensstile aus?

Zielgruppe
Jungen und Männer, sowie Akteure und Akteurinnen im Gesundheitswesen

Ziele

  • umfassende, gesicherte, evidenzbasierte Informationen zur Jungen- und Männergesundheit
  • Anpassung von Gesundheitsangeboten auf männliche Personen und Steigerung der Attraktivität dieser

Tätigkeitsbereiche

  • Newsletter Männergesundheitsportal
  • Männergesundheitsportal
    • Inhalte: Die Informationsangebote im Internet zum Themenfeld Männergesundheit nehmen zu, allerdings ist es kaum möglich, seriöse Fachinformationen von Angeboten mit nicht nachgewiesenem gesundheitlichem Nutzen zu unterscheiden. Die nach wie vor vorhandenen Informationsdefizite einerseits und das zunehmende Angebot von gesundheitsbezogenen Leistungen von zweifelhaftem oder zumindest ungesichertem Nutzen für die Gesundheit von Männern andererseits machen den Bedarf an einem neutralen Informationsangebot deutlich.
      www.männergesundheitsportal.de der BZgA bietet aktuelle fachlich geprüfte männerspezifische Gesundheitsinformationen, Tipps und Anregungen. Der Fokus liegt auf Informationen für Männer ab 35 Jahren.
    • Kooperation: BZgA
    • Umsetzung: seit Februar 2012 bestehend
    • Weiterführende Informationen: www.maennergesundheitsportal.de
  •  Männergesundheitskongress

Kontakt
Martin Schumacher
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Thomas Altgeld
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Stephanie Schluck
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