Die Niedersächsische Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit hat in der Vergangenheit diverse Veranstaltungen und Tagungsreihen durchgeführt. Dokumentationen und aktuelle Veranstaltungsankündigungen finden Sie unter dem Reiter Veranstaltungen und Dokumentationen.

 

Hier eine Auswahl der thematischen Schwerpunkte:  

Nachbarschaft und Gesundheit

Soziale Benachteiligung hat massive gesundheitliche Folgen. Krankheitsrisiken steigen mit sinkendem Einkommen, niedrigem sozialen Status und geringerem Ausbildungstand. In sozial benachteiligten Stadtteilen häufen sich auch gesundheitliche Problemlagen. Gesundheitliche Chancenungleichheit spielt hier eine besondere Rolle, weil die Gesundheitsförderung bislang eher Menschen mit höherem Einkommen und Bildungsniveau erreicht als andere Gruppen, die höhere Bedarfe aufweisen. Einen Lösungsansatz, neben dringend erforderlichen Maßnahmen auf allen Politikebenen, bieten die Förderung nachbarschaftlicher Unterstützungs- und Begegnungsformen und eine Nutzung bereits vorhandener Zugangswege zu den Zielgruppen für gesundheitsfördernde Angebote.

Es ist unser Anliegen, die Entwicklungen in diesem Bereich zu unterstützen und Beispiele guter Praxis zu verbreiten.

Publikationen "Nachbarschaft und Gesundheit"

Publikation Expertise Zum Zusammenhang von Nachbarschaft und Gesundheit von Antje Richter & Marcus Wächter im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln
Zusammenfassung der Expertise "Zum Zusammenhang von Nachbarschaft und Gesundheit" von Antje Richter-Kornweitz & Marcus Wächter Download als PDF
Video zur Expertise "Zum Zusammenhang von Nachbarschaft und Gesundheit" von Antje Richter-Kornweitz & Marcus Wächter

Soziale Ungleichheit und Gesundheit

Die Veranstaltungsreihe "Soziale Ungleichheit und Gesundheit" zielte auf die Vernetzung der Akteure aus den Einrichtungen des Gesundheits-, Jugendhilfe-, Sozial-, Bildungssektor sowie den Institutionen der Arbeitsvermittlung in der Region Weser-Ems mit Einrichtungen der Wissenschaft und der Politik. Ziel war, den Transfer von Wissen von der Wissenschaft zur Praxis bzw. Praxis zur Wissenschaft zu unterstützen. Die Tagungsreihe wurde in Kooperation mit der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth durchgeführt.

Interkulturelle Öffnung im Gesundheitssystem

Das komplexe Gesundheitssystem in Deutschland gewährt prinzipiell allen Bevölkerungsgruppen die gleichen Zugangsrechte. Bedingt durch sprachliche und kulturelle Barrieren können aber nicht alle Menschen mit Migrationshintergrund diese Angebote bedarfsgerecht nutzen.

Auf der Seite der Migrantinnen und Migranten ist das allgemeine Wissen über Gesundheit und Gesunderhaltung im spezifischen Kontext unserer Gesellschaft oft begrenzt. Vor allem ausreichende Informationen, die eine angemessene Nutzung der ambulanten und stationären Versorgung ermöglichen, sind rar. Infolgedessen erhalten Migrantinnen und Migranten nicht dieselbe Qualität bei Diagnosen, Behandlung und Präventivmaßnahmen wie die durchschnittliche Bevölkerung. Dieser Situation angemessen zu begegnen, stellt eine Herausforderung für die Gesundheitssysteme und ihre Einrichtungen dar.