Nichts determiniert Gesundheit so sehr wie die soziale Lage des Menschen. Frühzeitige Sterblichkeit und gesundheitliche Beeinträchtigungen treten in Gruppen mit niedrigem sozialem Status, Ausbildungsstand und Einkommen häufiger auf als in höheren Statusgruppen. Dies betrifft nahezu alle spezifischen Krankheiten und Behinderungen; d. h. sozial benachteiligte Menschen leiden häufiger unter Erkrankungen, haben eine kürzere Lebenserwartung und erleben weniger in Gesundheit verbrachte Jahre.

Diese gesundheitliche Ungleichheit beschränkt sich nicht auf Unterschiede zwischen „oben und unten“. Sie bezieht sich auf die gesamte Sozialstruktur und betrifft nicht nur die benachteiligten Bevölkerungsgruppen am unteren Ende des sozioökonomischen Schichtungsmodells. Tatsache ist jedoch, dass ihre gesundheitliche Situation besonders beeinträchtigt und eine wirksame und vor allem akzeptierte Unterstützung dringend erforderlich ist.

Diesem Zusammenhang trägt die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. (LVG & AFS) mit dem Arbeitsbereich „Soziale Lage und Gesundheit“ Rechnung. Sie möchte die Fachöffentlichkeit für die Wechselwirkungen von Armut und psychischem wie physischem Wohlbefinden sensibilisieren und die professionelle Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der unterschiedlichen Arbeitsbereiche stärken.

Die Thematik Soziale Lage und Gesundheit wird in der LVG & AFS als Querschnittsthema behandelt. Es ergeben sich daraus Kooperationen mit anderen Fachbereichen der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

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