Chancen – Perspektiven – Handlungsfelder

4. Männergesundheitskonferenz der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Bundesministeriums für Gesundheit

Für viele Männer beginnt mit dem Eintritt ins das Berufsleben ein zentraler Lebensabschnitt. Dieser ist geprägt durch Herausforderungen wie Karriereplanung und Familiengründung. Gleichzeitig bietet diese Phase große Potenziale zur persönlichen Weiterentwicklung. Die Gesundheit bleibt dabei jedoch häufig auf der Strecke. Lässt der eng getaktete Terminplan noch Zeit für sich selbst und den Sportverein? Funktioniert das Abschalten nach der Arbeit noch ohne Bier? Ist der Schlaf ausreichend oder chronisch zu kurz? Langfristig hat eine derartig intensive Lebensphase für die Gesundheit der Männer ihren Preis. So steigen die Arbeitsunfähigkeitstage von erwerbstätigen Männern bereits ab dem 30. Lebensjahr kontinuierlich an.

Die 4. Männergesundheitskonferenz will zeigen, wie Männer diese Veränderungsprozesse im Leben auch für die Entwicklung der eigenen Gesundheitskompetenz nutzen können. Wie kann das Thema Gesundheit für Männer attraktiv kommuniziert und alltagstauglich ausgestaltet werden? Und vor allem: Wie kann man Männer besser zu Experten in eigener Sache machen, da es um ihre eigene Gesundheit geht!

Wir laden Sie herzlich ein, sich an diesen Fragestellungen zu beteiligen. Sechs Themeninseln geben Ihnen die Gelegenheit, ausgewählte Aspekte anhand von Impulsreferaten und Praxisbeispielen zu vertiefen und mit Ihren Arbeitsfeldern zu verknüpfen. Diskutieren Sie mit Fachpersonen aus ganz Deutschland, wie Sie diese Aspekte in Ihre Arbeit integrieren können und wie man diese für Männer zugänglich und nutzbar machen kann. Zudem erfahren Sie, welche Chancen in der Digitalisierung liegen, um Gesundheitskommunikation mit Männern zu optimieren. Handlungsempfehlungen für die Praxis werden Ihnen vorgestellt. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und die Diskussion mit Ihnen.

Veranstaltungsflyer >>

Programm

10:00 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:30 Uhr | Begrüßung und thematische Einführung
Dr. Heidrun Thaiss, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

10:45 Uhr | Grußwort
Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach, Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

11:00 Uhr | Die Gesundheit von Männern in der Erwerbsphase: Herausforderung Zeit(-management) im Spannungsfeld Arbeit(-szeit), Partner-/Elternschaft und Gesundheitsfürsorge
Dr. Lars Eric Kroll, Robert Koch-Institut (RKI)

11:30 Uhr | Diskussion

11:45 Uhr | Men at work: Bedeutung der Arbeit für die Gesundheit und Herausforderungen für die Prävention
Prof. Dr. Nico Dragano, Universitätsklinikum Düsseldorf

12:15 Uhr | Diskussion

12:30 Uhr | Mittagspause

13:30 Uhr | Ansätze zum Handeln für mehr Gesundheit: informativ, partizipativ, prägnant
Themeninseln mit Expert*innen und Praktiker*innen. Drei Themeninseln können vor Ort frei gewählt werden, es finden drei Durchgänge à 30 Minuten statt.


Themeninsel 1
Berufseinstieg und Familiengründung als positive Herausforderung(en) für Männer ermöglichen

Impuls: Männergesundheit während der Erwerbsphase: Ausgewählte Aspekte des DAK-Gesundheitsreports 2014
Jörg Marschall, IGES Institut

Praxisbeispiel: Väterbewusste Personalpolitik
Hans-Georg Nelles, Väter & Karriere, Düsseldorf

Moderation: Silke Gardlo, Gleichberechtigung und Vernetzung e. V., Redaktion vaeter-in-niedersachsen.de
 

Themeninsel 2
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) für Männer in der Arbeitswelt optimieren

Impuls: Demografischer Wandel und vielfaltssensibles BGM
Dr. Michael Drupp, AOK Niedersachsen, Unternehmensbereich Betriebliches Gesundheitsmanagement

Praxisbeispiel: VW pro Ehrenamt – Engagement für die Gesellschaft und sich selbst
Ralf Thomas, Volkswagen AG

Moderation: Dr. Dag Schölper, Bundesforum Männer


Themeninsel 3
Wie können Männer auch außerhalb der Arbeitswelt erreicht werden?

Impuls: Gesundheitsförderliche Aspekte und Herausforderungen von Erwerbsarbeit und Erwerbslosigkeit für Männer
Prof. Dr. Alfons Hollederer, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Nürnberg

Praxisbeispiel: Kooperationsstrukturen zur Förderung der Männergesundheit in Bremen
Dirk Gansefort, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, Bremen

Moderation: Dr. Matthias Stiehler, Dresdener Institut für Erwachsenenbildung und Gesundheitswissenschaft e. V.


Themeninsel 4
Vernetzung statt Versäulung: Männergesundheit systemisch denken und fördern

Impuls: Landesfachstelle Männerarbeit als Plattform für Gesundheitsförderung am Beispiel Sachsen
Jörg Gakenholz, Landesfachstelle Männerarbeit bei der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e. V.

Praxisbeispiel: WALK IN RUHR (WIR): Sechs Träger = ein Zentrum
Arne Kayser, Aidshilfe Bochum e. V.

Moderation: Anne Starker, RKI


Themeninsel 5
Gesundheitsinformation als Baustein zur Entwicklung der Gesundheitskompetenz von Männern

Impuls: Anders krank, anders gesund – gut versorgt? Die Ist-Stand-Analyse als Instrument zur Weiterentwicklung einer geschlechtergerechten Gesundheitsversorgung
Annegret Hofmann, Netzwerk Gendermedizin & Öffentlichkeit

Praxisbeispiel: Das Männergesundheitsportal als Plattform für neutrale, qualitätsgesicherte Gesundheitsinformationen
Siam Schoofs, BZgA

Moderation: Dr. Johannes Berchtold, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz der Republik Österreich


Themeninsel 6
Die richtigen Worte finden: Welches „Wording“ brauchen Männer?

Impuls: Gesundheitskommunikation für Männer am Beispiel urologischer Prävention und Versorgung
Dr. Heribert Schorn, Facharzt für Urologie, Göttingen

Praxisbeispiel: Rausch und Risiko – Kommunikation zum risikoarmen Umgang mit psychoaktiven Substanzen
Prof. Dr. Heino Stöver, Frankfurt University of Applied Sciences

Moderation: Ingo Kusserow, Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem e. V. (afgis)

15:00 Uhr | Kaffeepause

15:15 Uhr | Kurzberichte von den Themeninseln
Moderator*innen der Themeninseln

15:30 Uhr | Interview: Der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz – wird Gesundheit durch Digitalisierung für Männer attraktiver?
Dr. Kai Kolpatzik, MPH, EMPH, AOK Bundesverband, Abteilung Prävention

16:00 Uhr | Vorstellung Handlungsempfehlungen für die Praxis

16:15 Uhr | Resümee und Schlusswort
Dr. Monika Köster, BZgA

16:30 Uhr | Ende der Veranstaltung

Gesamtmoderation
Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.