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Auf das Geschlecht zugeschnittene Programme, Maßnahmen, Versorgungs- und Gesundheitsförderungsansätze erhöhen deren Qualität und machen sie zielgenauer. Mit „Gender“ ist dabei die kulturell vermittelte Geschlechtsrolle gemeint. Mädchen und Jungen, Frauen und Männer unterscheiden sich darin, wie sie gesund sind, welche Krankheiten sie bekommen und wie sich eine Krankheit äußert. Sie erleben ihren Körper unterschiedlich und zeigen ein unterschiedliches Gesundheitshandeln.

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Die Frauengesundheitsforschung kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Im Zuge der zweiten Frauenbewegung wurde auch im Gesundheitsbereich nicht nur eine projektförmige Versorgungsstruktur aufgebaut mit Frauengesundheitszentren, Frauentherapiezentren, Frauennotrufen und vielem mehr. Auch die Gesundheitsforschung entdeckte, dass Frauen anders krank sind. In den 1980er und 1990er Jahren gründeten sich viele Frauennetzwerke, auch im Gesundheitsbereich.

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Der Gesundheitsmarkt hat in den vergangenen zehn Jahren ein echtes Neuland entdeckt: die Männergesundheit. Wurden, abgesehen von der urologischen Praxis, geschlechtsbezogene Gesundheitsdienstleistungen bisher ausschließlich für Frauen konzipiert, werden jetzt immer neue Leistungen für Männer kreiert, angeboten und nachgefragt. Den vorläufigen Höhepunkt hat diese Entwicklung mit dem pharmakologischen Siegeszug von Viagra erreicht.

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