24. August 2019 Impfhindernissen begegnen

 
Erstellt am 17.06.19 von Susan Radant

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Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

Impfungen zählen mit zu den wichtigsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin verfügbar sind. Dennoch nehmen nicht alle Menschen den Vorteil des Impfschutzes für sich in Anspruch. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein und werden z. B. von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Vertrauen in die Sicherheit der Impfung,
  • geografische, zeitliche und finanzielle Barrieren,
  • Fehleinschätzung der Risiken einer Impfung im Vergleich zu den Risiken der zu verhütenden Krankheit,
  • erschwerte Entscheidungsfindung aufgrund widersprüchlicher Informationsquellen zu Impfungen.

Hierbei spielt u. a. eine Rolle, dass es sich bei Impfungen um eine medizinische Maßnahme bei gesunden Personen handelt, deren positiver Effekt erst in der Zukunft eintritt. Die Schutzwirkung ist für die Geimpften nicht spürbar, da die Krankheit im besten Falle gar nicht auftritt. Dies gilt umso mehr in einem Umfeld, in dem die Krankheiten, gegen die geimpft wird, kaum noch als Bedrohung wahrgenommen werden. Daher können Einzelberichte über tatsächliche oder vermeintliche unerwünschte Wirkungen von Impfungen verunsichern, mit der Folge, sich nicht impfen zu lassen.

In diesem Spannungsfeld ist es von besonderer Bedeutung, gut und umfassend über Impfungen zu informieren. Auch auf den Umgang mit unerwünschten Wirkungen muss im Zuge der Nutzen-Risiko-Abwägung eingegangen werden.

Auf der Nutzen-Seite steht neben dem individuellen Schutz auch der Schutz Dritter, besonders derer, die nicht geimpft werden können. Insofern sind Impfungen ein ganz persönlicher Beitrag jedes Einzelnen zu einer gesunden Bevölkerung.

Mit der Veranstaltung soll zu den genannten Einflussfaktoren Stellung bezogen werden. Herzlich eingeladen sind Ärzt*innen, Apotheker*innen und Personen anderer medizinischer Fachberufe, sowie weitere Interessierte.

Moderation:
Dr. Matthias Pulz, Niedersächsisches Landesgesundheitsamt

 

Programm

09:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Grußworte
Claudia Schröder, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

10:15 Uhr | Die Standardvorgehensweise der Ständigen Impfkommission (STIKO)
Dr. Thomas Harder, Robert Koch-Institut

11:00 Uhr | Impfen – was dürfen und was sollen Krankenkassen?
Claudia Schaa, AOK Niedersachsen

11:45 Uhr | Kaffeepause

12:00 Uhr | Verfügbarkeit der Impfstoffe, Lieferengpässe und der aktuelle Stand in Deutschland
Dr. María Miranda-García, Paul-Ehrlich-Institut

12:45 Uhr | Mittagspause

13:30 Uhr | Impfmüdigkeit – eine Herausforderung für die Gesundheitskommunikation
Dorothee Heinemeier, Universität Erfurt

14:15 Uhr | Erfahrungsbericht „Impfmotivation in der Arztpraxis“
Dr. Thomas Buck, Vorstand der Ärztekammer Niedersachsen

15:00 Uhr | Kaffeepause

15:15 Uhr | Podiumsdiskussion mit den niedersächsischen Akteur*innen
Dr. Jörg Berling, Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen
Dr. Mathias Grau, Landesapothekerverband Niedersachsen e. V.
Dr. Katharina Hüppe, Landesverband Niedersachsen der Ärztinnen & Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst e. V.
Dr. Matthias Pulz,Niedersächsisches Landesgesundheitsamt
Marion Charlotte Renneberg, Ärztekammer Niedersachsen
Claudia Schaa, AOK Niedersachsen

Moderation: Dr. Thomas Buck

16:00 Uhr | Ende der Veranstaltung