01. Oktober 2019 Professionalisierung kommunaler Alkoholprävention – Regulierungsdebatte um Cannabis und Alkohol

 
Erstellt am 15.07.19 von Susan Radant

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Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

Prävention und Jugendschutz vor Ort stärken?!

Cannabis ist die am häufigsten konsumierte, illegale Substanz in Deutschland. Fast jede*r elfte Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren gibt in Befragungen an, mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert zu haben, bei jungen Erwachsenen sind dies mehr als ein Drittel. Seit einigen Jahren ist international zu beobachten, dass mehr und mehr Länder die bisherige Regulierungspolitik – nämlich den Anbau, den Handel und den Konsum von Cannabisprodukten zu verbieten – verändern. Die Bandbreite der Modelle reicht von der Entkriminalisierung bis hin zu verschiedenen Formen der Legalisierung, wobei sich die jeweiligen Regelungen stark unterscheiden. Diese Entwicklung hat auch die Debatte über einen neuen Umgang mit Cannabis in Deutschland neu entfacht. Interessant ist, dass die Befürwortenden der jeweiligen Regulierungsformen alle damit argumentieren, dass damit ein besserer Schutz von Kindern und Jugendlichen erreicht werden kann.

Dies ist einer der Gründe gewesen, warum wir bei der 8. Tagung dieser erfolgreichen Veranstaltungsreihe die anhaltende Regulierungsdebatte um Cannabis aufgreifen. Diese Debatte soll auch in den Kontext der Regulierung von legalen Substanzen wie Alkohol einsortiert werden. Mit der Tagung möchten wir zur Versachlichung der Diskussion beitragen und den Fokus vor allem auf die Herausforderungen des Jugendschutzes in den Kommunen und der Praxis der Präventionsarbeit legen.

Auf der Tagung werden die unterschiedlichen Modelle der Cannabisregulierung und die bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse in diesen Ländern vorgestellt. Die Diskussion in Deutschland und die verschiedenen Positionen in der Debatte um den Jugendschutz sind das Thema eines weiteren Vortrages. Die Herausforderungen für die Praxis des Jugendschutzes und der Prävention in den Kommunen werden am Nachmittag diskutiert. Das Ziel ist es, fachliche Anforderungen an die Regulierungsdebatte aus der Sicht der kommunalen Praxis zu erarbeiten.

Die Fachtagung richtet sich an Fachkräfte der kommunalen Alkohol- und Suchtprävention, Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung und weitere Interessierte.

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Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung ausschließlich über das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie erfolgt.

Bitte melden Sie sich unter folgender URL an:

www.fobionline.jh.niedersachsen.de
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Programm

09:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Begrüßung durch die Veranstaltenden
Grußworte, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Bärbel Lörcher-Straßburg, Suchtreferentin

10:20 Uhr | Internationaler Überblick über die Modelle der Cannabisregulierung
Werner Sipp, ehem. Präsident des INCB (Internationaler Suchtstoff-Kontrollrat der Vereinten Nationen)

11:20 Uhr | Kaffeepause

11:40 Uhr | Cannabisregulierung – Risiken und Chancen für den Jugendschutz in Deutschland
Hermann Schlömer, Geschäftsführer des Fördervereins für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (FISD e.V.)

12:30 Uhr | Mittagspause

13:30 Uhr | Zentrale Herausforderungen für Prävention und Jugendschutz in der Praxis
Moderierte Gruppendiskussionen zu zentralen (An)forderungen aus fachlicher Sicht

15:30 Uhr | Gemeinsamer Abschluss mit Film und Liveabstimmung

16:00 Uhr | Ende der Fachtagung