17. September 2020 Regionale Integrationskonferenz „Flucht und Behinderung“

 
Erstellt am 21.07.20 von Marcus Wächter-Raquet

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Willy-Brandt-Straße 1, 21335 Lüneburg

Schätzungen von Handicap International zu Folge liegt bei 10 bis 15 Prozent der in Deutschland lebenden Geflüchteten eine Behinderung vor. Obwohl viele dieser Schutzsuchenden bereits Leistungen aus dem Unterstützungssystem für Menschen mit Behinderungen beziehen, belegen Berichte aus der Praxis einen zunehmenden Beratungsbedarf. Immer wieder kommt es zu Verzögerungen in der Leistungsbewilligung und Unterversorgung. Die Ursache liegt unter anderem in den voneinander getrennten Versorgungs- und Kooperationsstrukturen, die Menschen mit Behinderungen und Geflüchtete unterstützen.

Der Fachtag beschäftigt sich mit der Situation geflüchteter Menschen mit Behinderungen und im Besonderen mit der Schnittstelle zwischen den verschiedenen Unterstützungssystemen. Nach grundlegenden Informationen zur Situation von geflüchteten Menschen mit Behinderungen in Deutschland sowie zu den Leistungsansprüchen dieser Personengruppe stellen sich verschiedene Netzwerke aus den Bereichen Behinderung, Flucht sowie Integration, die im Nordosten Niedersachsens tätig sind, vor. Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte und ehrenamtliche Engagierte aus den Bereichen der Verbandsarbeit für Menschen mit Behinderungen, der Behindertenhilfe sowie dem Unterstützungssystem für geflüchtete Menschen.

Die Veranstaltung wird ausgerichtet vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg, dem Aktionsbündniss „Niedersachsen packt an“, der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Kooperative Migrationsarbeit Niedersachen koordiniert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

 

Zur Planung von Unterstützungsmöglichkeiten möchten wir Sie ferner bitten, Ihren konkreten Bedarf an Deutscher Gebärdensprache oder anderen Notwendigkeiten (zum Beispiel Platzierung möglichst weit vorn) im Bemerkungsfeld anzugeben. Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, können aber dennoch nicht garantieren, dass wir jegliche Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen können. 

 

Veranstaltungsort

Museum Lüneburg
Willy-Brandt-Straße 1
21335 Lüneburg
www.museumlueneburg.de/s_anfahrt.htm

 

Programm

13:00 Uhr | Ankommen

13:30 Uhr | Grußwort
Monika Scherf, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Lüneburg

13:40 Uhr | Grußwort
Petra Wontorra, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen

13:50 Uhr | Überblick zur Situation von geflüchteten Menschen mit Behinderungen in Deutschland
Karsten Dietze, Handicap International

14:30 Uhr | Leistungsansprüche Geflüchteter mit Behinderungen
Dr. Barbara Weiser, Caritasverband Osnabrück

15:00 Uhr | Pause

15:30 Uhr | Netzwerke zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und Geflüchteten im Nordosten Niedersachsens

Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
Beate Schlüter, Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gGmbH

Behindertenselbsthilfe
N.N, Regio-Sprecher*in des Nds. Inklusionsrates (angefragt)

TAF – Teilhabe am Arbeitsmarkt für Flüchtlinge
Kathrin Meinecke, VHS Region Lüneburg

Kooperative Migrationsarbeit Niedersachen, Regionalverbund Heide
Christian Wüstenberg, DRK Kreisverband Soltau

16:15 Uhr | Podiumsdiskussion
Monika Scherf, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Lüneburg
Pia Steinrücke, Stadträtin für Bildung, Jugend und Soziales in Lüneburg (angefragt)
N.N., Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe

17:00 Uhr | Ende der Veranstaltung