30. Oktober 2020 Deine Krankheit macht mich krank.

 
Erstellt am 14.09.20 von Martin Schumacher

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Diese Veranstaltung findet als Online-Fachtagung statt.

Angehörige von depressiv Erkrankten gendersensibel begleiten und stärken

Nicht nur an einer Depression erkrankte Menschen sind von dieser schweren Krankheit betroffen: Vor allem bei längeren Verläufen benötigen oft auch ihre Kinder oder Eltern, Partner*innen, Freund*innen oder Kolleg*innen Unterstützung im Umgang mit dem „schwarzen Hund“, wie Matthew Johnstone seine Depression nannte.

Für Familienangehörige kann es zahlreiche Herausforderungen mit sich bringen, ihr Alltags- und Familienleben unter Rahmenbedingungen einer präsenten psychischen Erkrankung zu organisieren. Einerseits gilt es, der erkrankten Personen Empathie und Fürsorge entgegenzubringen – andererseits können psychische Erkrankungen auch zu dysfunktionalen Beziehungsmustern führen, vor denen es sich im Sinne der Selbstfürsorge zu schützen gilt.

Wie viel Aufmerksamkeit ist erforderlich? Wo gilt es, die*den erkrankten Angehörigen von Aufgaben und Verpflichtungen zu entlasten? Wie kann vermieden werden, dass die*der psychisch kranke Angehörige dabei in eine (zu) passive Rolle gerät und in der Krankheitsbewältigung Stillstand oder Rückschritten begegnet?

Oft ist es eine Gratwanderung, die richtige Balance zu finden, insbesondere für Kinder. Was kann eine Depression bei Angehörigen bewirken? Werden ihre Sorgen, Ängste und Belastungen bis hin zu völliger Überforderung im medizinisch-therapeutischen Versorgungssystem überhaupt gesehen? Und wie sehen ihre Bedarfe aus?

Diesen Fragen wollen wir in der Veranstaltung auch unter Geschlechteraspekten nachgehen.

Programm

09:30 Uhr | Begrüßung
Hauke Jagau, Regionspräsident der Region Hannover und Schirmherr des Bündnisses gegen Depression in der Region Hannover
Uwe Blanke, Bündnis gegen Depression in der Region Hannover

09:45 Uhr | „Mama macht mich krank“
Ausgewählte Filmausschnitte einer Dokumentation (2014) über die Kinder von psychisch Kranken

10:00 Uhr | Aus Kindersicht: Werden Depressionen bei Vater und Mutter unterschiedlich erlebt?
Prof. Dr. Sabine Wagenblass, Hochschule Bremen
Vortrag

10:30 Uhr | Pause

10:50 Uhr | Menschen mit Depression(en) und ihre Angehörigen –Anforderungen und Erfahrungen aus der hausärztlichen Praxis: Was hören wir, was sehen wir, was können wir tun?
Dr. med. Cornelia Goesmann, Hannover, Fachärztin für Allgemeinmedizin / Psychotherapie

11:15 Uhr | Angst, Trauer, Hoffnung, Wut – Wie Angehörige mit emotionalen Belastungen umgehen
Prof. Dr. Jeannette Bischkopf, Fachhochschule Kiel
Vortrag

11:45 Uhr | Mittagspause

12:45 Uhr | Podiumsdiskussion: Angehörige depressiv Erkrankter gendersensibel in der Versorgung mitdenken
Dr. med. Cornelia Goesmann, Hannover, Fachärztin für Allgemeinmedizin / Psychotherapie
Prof. Dr. Jeannette Bischkopf, Fachhochschule Kiel
Ira Bach, Trampolino, Diakonisches Werk Hannover gGmbH | Flyer Trampolino >>

13:30 Uhr | Ende

Gesamtmoderation
Dr. Ute Sonntag und Lennart Semmler, LVG & AFS