24. März, 28. April, 16. Juni, 22. September, 10. November 2021 Anpassung und Widerstand

 
Erstellt am 09.02.21 von Sabine Erven

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Online Segel setzen 2021 findet als Online-Seminar statt.

Sozialpsychiatrisches Handeln in einer neoliberal formierten Gesellschaft

Die Geschichte der Sozialpsychiatrie ist originär eine des Aufbegehrens gegen das naturwissenschaftlich-medizinische Modell sowie das Euthanasieprogramm als dessen unsäglichem Höhepunkt. Sozialpsychiatrie war Teil des Widerstandes gegen autoritäre und verkrustete Strukturen und unterstützte gleichzeitig die Suche nach demokratischeren, gleichberechtigten und solidarischen Lebensverhältnissen. Sozialpsychiatrie war und ist die ethisch-gesellschaftskritische Antwort auf das Paradigma von Ausgrenzung, Defizit und Gewalt.

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Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung unter Bemerkung an,
ob Sie an der Auftaktveranstaltung teilnehmen möchten
und geben Sie die Workshop-Tage an zu denen Sie sich
anmelden möchten.

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Die ursprünglich geplante 6. Segel setzen-Tagung musste im März 2020 abgesagt werden. Die Themen der Vorträge und Workshops sind allerdings unter der aktuellen Situation nicht weniger wichtig geworden. Mit der Auflage der Segel-setzen-Tagung als digitale Veranstaltungsreihe möchten wir die Rolle der Sozialpsychiatrischen Dienste in ihrer Doppelfunktion von Hilfe und Kontrolle, von solidarischer Unterstützung und gesellschaftlichem Auftrag zur Normalisierung nachgehen. In einer Auftaktveranstaltung und vier Workshops, die in ihren Fragestellungen überwiegend dialektisch ausgerichtet und trialogisch strukturiert sind, laden wir Sie ein mit uns gemeinsam im virtuellen Raum zu diskutieren. Es werden unter anderem Fragen von Selbst- und Fremdbestimmung bei psychischen Störungen aufgeworfen und die Fallarbeit zwischen Selbsthilfe und Fremdhilfe thematisiert. Die kurzen Halbtagsformate und über das Jahr verteilten Termine machen es möglich, den Arbeitsalltag zu unterbrechen und mit Kolleg*innen aus dem ganzen Bundesgebiet zu diskutieren. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Die Veranstaltung richtet sich an alle im Sozialpsychiatrischen Dienst tätigen Berufsgruppen sowie Betroffene und Angehörige.

 

Programm

Auftaktveranstaltung: 24. März 2021

Moderation: Dr. Klaus Obert, Caritasverband für Stuttgart e. V.

13:15 Uhr | Ankommen im digitalen Veranstaltungsraum

13:30 Uhr | Begrüßung

13:40 Uhr | Ursachen und Folgen der Ökonomisierung im Gesundheits- und Sozialwesen
Prof. Dr. Christian Thielscher, FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Essen

14:25 Uhr | Pause

14:40 Uhr | Erfahrungen mit Anpassung und Widerstand in der Sozialpsychiatrie
Dr. Hermann Elgeti, Hannover

15:25 Uhr | Pause

15:40 Uhr | Diskussion und Austausch im Plenum

16:30 Uhr | Ende der Veranstaltung

 

1. Workshoptermin: 28. April 2021

Transitionspsychiatrie – junge Menschen zwischen den Systemen von Kinder- und Jugendpsychiatrie und Erwachsenenpsychiatrie

Moderation: Dr. Matthias Albers, SpDi, Köln

Inputs: Dr. Ulrike Bowi, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des LVR-Klinikum Düsseldorf und Franz Reimering, Beirätekonferenz, Köln

 

2. Workshoptermin: 16. Juni 2021

Fallarbeit zwischen Selbsthilfe und Fremdhilfe (oder: zwischen fürsorglicher Belagerung und Freiheit zur Verwahrlosung)

Moderation: Dr. Detlev Gagel, SpDi, Berlin-Pankow

Inputs: Birgit Kleeblatt und Marlis Wiedemann, Arbeits­gemeinschaft der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in Niedersachsen und Bremen (AANB) e. V. , Henriette Peer, Ex-In, Genesungsbegleiterin, FID- Freundeskreis Integrative Dienste gGmbH

 

3. Workshoptermin: 22. September 2021

Umgang mit herausforderndem Verhalten in der Gemeindepsychiatrie

Moderation: Dr. Raoul Borbé, Univ.-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ulm

Inputs: ein*e Psychiatrieerfahrene*r und ein*e Angehörigenvertreter*in

 

4. Workshoptermin: 10. November 2021

(Zwangs-) Therapie! – Zwischen Disziplinierung und Hilfe zur Selbsthilfe?!

Moderation: Dr. Heiko Heißenbüttel, SpDi, Bremerhaven und Klaus Petzold, SpDi Eutin

Inputs: ein*e Psychiatrieerfahrene*r und ein*e Angehörigenvertreter*in

 

ABLAUF (1.-4. Workshoptermin)

13:15 Uhr | Ankommen im digitalen Veranstaltungsraum

13:30 Uhr | Begrüßung

13:40 Uhr | Workshopinputs

14:10 Uhr | Pause

14:20 Uhr | Gruppenarbeitsphase

15:25 Uhr | Pause

15:40 Uhr | Zusammenfassung und Ergebnissicherung in den Workshop

(16:00 Uhr | Abschlussvortrag: Wie bleiben wir handlungsfähig?
Prof. Dr. Gerhard Trabert)*

16:30 Uhr | Ende der Veranstaltung

(17:00 Uhr | Ende der Veranstaltung)*

* Nur am 4. Workshoptermin