09. September 2021 „Kann’s ein bisschen mehr sein? – Wege und Grenzen der Partizipation von Jugendlichen in der Suchtprävention“

 
Erstellt am 05.07.21 von Susan Radant

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10. TAGUNG DER REIHE: Professionalisierung kommunaler Alkoholprävention

Bei der 10. Veranstaltung unserer Tagungsreihe thematisieren wir die Partizipation von Jugendlichen in der Alkohol- und Suchtprävention. Die Beschäftigung mit diesem Thema erscheint schon allein deshalb geboten, weil die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den sie betreffenden Angelegenheiten in der Niedersächsischen Kommunalverfassung vorgeschrieben ist. Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen sind auch ein Bestandteil verschiedener anderer Rechtsnormen, von der UN-Kinderrechtskonvention bis zum Sozialgesetzbuch VIII. Unabhängig davon gilt die Partizipation von Ziel bzw. Adressatengruppen in der (Sucht-)Prävention als Qualitätsstandard.

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Die Anmeldung erfolgt nur über das Nds. Landesamt unter:
www.fobionline.jh.niedersachsen.de/detail.php?urlID=2786
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Die gelebte Praxis ist in vielen gesellschaftlichen Handlungsfeldern davon immer noch weit entfernt und auch in der Präventionsarbeit ist der Partizipationsaspekt scheinbar häufig nicht zentral. Genau hier will die Tagung genauer hinsehen und fragen, wie es um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der kommunalen Alkohol- und Suchtprävention bestellt ist.

Die zuständige Stelle der Vereinten Nationen (UNODC) hat jüngst ein „Handbuch zur Jugendbeteiligung in der Drogenprävention“ veröffentlicht, mit dem Entscheidungsträger*innen angesprochen werden sollen, die Rahmenbedingungen für Partizipationsprozesse zu verbessern. Für die Tagungsvorbereitung haben wir das in dem Handbuch vorgeschlagene Stufenmodell zur Partizipation aufgegriffen und folgen dem Gedanken, Partizipation in allen Phasen eines Planungs- oder Projektzirkels mitzudenken – von der Bedarfsanalyse über die Programmentwicklung und Umsetzung bis hin zur Evaluation.

Nach einer grundlegenden Einführung in das Konzept, die auch die Chancen und Herausforderungen diskutiert, werden Thesen zur Umsetzung von Partizipation in der Alkohol- und Suchtprävention aufgestellt. Anhand von partizipativen Praxisbeispielen aus den genannten vier Phasen eines Planungszirkels wollen wir diskutieren, welche Partizipationsstufe erreicht wurde und welche Möglichkeiten für ein „mehr“ an Partizipation von Jugendlichen gesehen werden. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen darüber und zu Ihren eigenen Erfahrungen und Ansätzen in den Austausch zu kommen.

Zielgruppe der Veranstaltung sind vor allem Jugendschutzfachkräfte der kommunalen Alkohol- und Suchtprävention, sowie interessierte Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung.

Programm

09:30 Uhr | Begrüßung
Veranstaltungsteam

09:35 Uhr | Grußworte

09:45 Uhr | Kann’s ein bisschen mehr sein? – Partizipation Jugendlicher als Chance und Herausforderung
Prof. Dr. Gunda Voigts, HAW Hamburg, Department Soziale Arbeit

10:30 Uhr | 5 Thesen zu Partizipation und Suchtprävention
Veranstaltungsteam

10:45 Uhr | Pause

11:00 Uhr | Partizipationsbeispiele zu den 4 Phasen eines Planungszirkels: Bedarfsanalyse – Maßnahmenentwicklung – Maßnahmenumsetzung – Evaluation

1➞ Partizipation bei der Bedarfsanalyse: Jugendkonferenzen nach der CTC-Schülerbefragung
Peter Karaskiewicz, Landkreis Nienburg

2 ➞ Partizipation bei der Maßnahmenentwicklung: REBOUND – Lebenskompetenz- und Präventionsprogramm
Maximilian v. Heyden, FINDER e.V., Berlin

3 ➞ Partizipation bei der Maßnahmenumsetzung: Peerprojekt „Net-Piloten“
Andreas Pauly, update – Fachstelle für Suchtprävention, Bonn

4 ➞ Partizipation bei der Evaluation: PEPBS – Partizipative Evaluation der Präventionskette Braunschweig
Alexandra Schüssler und Jan Fischer, LVG & AFS

12:00 Uhr | Mittagspause und digitales Pausencafé bei wonder.me

13:00 Uhr | Workshops zu den 4 Praxisbeispielen
Peter Karaskiewicz, Maximilian v. Heyden, Andreas Pauly, Alexandra Schüssler, Jan Fischer

14:00 Uhr | Schlaglichter der Workshops

14:15 Uhr | Gemeinsamer Abschluss mit Liveabstimmung

14:30 Uhr | Ende der Veranstaltung