zur Verzahnung von Quartiersentwicklung und Gesundheitsförderung in Niedersachsen

Im Rahmen gesundheitsförderlicher Interventionen hat die Sozialraumorientierung eine besondere Rolle. Quartiere als Setting der Gesundheitsförderung bieten die große Chance, Menschen dort zu erreichen, wo sie leben, spielen, lernen, arbeiten, konsumieren und in Nachbarschaften eingebunden sind. Damit Gesundheitsförderung orientiert am Sozialraum gelingen kann, sollten die lokalen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden und Gesundheit als Querschnittsthema auch in anderen Bereichen der Daseinsvorsorge mitgedacht und systematisch verankert werden. Hier setzt das von der AOK Niedersachsen geförderte und von der LVG & AFS Niedersachsen e. V. koordinierte und begleitete Programm Gesundheit im Quartier an: Gesundheitsförderung soll mit der Quartiersentwicklung verzahnt werden. Dabei sollen insbesondere sozial benachteiligte Gebiete in den Fokus der Aktivitäten rücken, so dass Gesundheitsförderung auch da ankommt, wo sie ankommen soll – nämlich bei den Bürger*innen vor Ort.

 

Gesundheit im Quartier zur Verzahnung von Quartiersentwicklung und Gesundheitsförderung in Niedersachsen 

Der Film zum Programm „Gesundheit im Quartier“ zeigt, warum es so wichtig ist, Quartiersentwicklung und Gesundheitsförderung vor Ort zu verzahnen. Das Förderverfahren im Rahmen des Programms wird zudem erklärt.

 

Ziele und Umsetzung

Mit dem Programm „Gesundheit im Quartier“ soll die Quartiersentwicklung und Gesundheitsförderung miteinander verzahnt werden. Aufbauend auf den bereits etablierten Strukturen des Programms „Sozialer Zusammenhalt - Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ sowie der Modellförderung „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement in Niedersachsen“ sollen vor Ort die Bereiche der Gemeinwesenarbeit und der Gesundheitsförderung systematisch und langfristig miteinander vernetzt werden, um gesunde Quartiere für alle zu gestalten.

Das Quartiersmanagement nimmt dabei eine Dreh- und Angelfunktion ein: Die Mitarbeitenden des Quartiersmanagement kennen die unterschiedlichen Bedarfe vor Ort und sind mit den Ausgangsvoraussetzungen in einem Quartier vertraut. Aufgrund dessen arbeiten sie ohnehin schon vernetzt und fachübergreifend. Diese Netzwerke plus der zusätzlichen Beteiligung der Bürger*innen sollen im Rahmen des Programms genutzt werden, um möglichst viele Menschen mit bedarfsorientierten Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention zu erreichen. Damit soll langfristig das Thema Gesundheitsförderung mit der Gemeinwesenarbeit und Quartiersentwicklung verknüpft werden.

 

Wer kann an dem Programm teilnehmen?

Teilnehmen können alle Quartiere, die im Rahmen des Programms „Sozialer Zusammenhalt - Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ sowie der Modellförderung „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement in Niedersachsen“ ein funktionierendes Quartiersmanagement aufgebaut haben. Die Quartiersmanager*innen in den jeweiligen Quartieren können sich, natürlich mit örtlicher Unterstützung durch weitere Akteur*innen, für eine Projektförderung mit einem schriftlichen Antrag bewerben.

Die Antragsberechtigten Gebiete finden Sie unter folgenden Links:
www.staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/SozialeStadt/Programmgebiete/NI/NI_inhalt.html
www.gwa-nds.de/projekte

 

Förderverfahren

Mit dem Programm kann Gesundheitsförderung vor Ort betrieben werden, die sich am Sozialraum orientiert und die Ausgangsvoraussetzungen dabei berücksichtigt. Das heißt, dass auf schon bestehende sozialräumliche Strukturen und Netzwerke zurückgegriffen wird, in denen das Thema Gesundheitsförderung verankert werden kann. Die förderfähigen Gesamtausgaben pro Projekt betragen mindestens 5.000 Euro und maximal 30.000 Euro. Pro Jahr werden insgesamt 150.000 Euro durch die AOK Niedersachsen zur Verfügung gestellt.

Das Förderverfahren gliedert sich in ein zweistufiges Verfahren:

Ist vor Ort eine Projektidee entstanden und soll diese durch das Programm Gesundheit im Quartier gefördert werden, gibt das antragsstellende Quartiersmanagement in der ersten Stufe des Förderverfahrens eine Projektskizze ab.

Nach der Rückmeldung zur Projektskizze wird in der zweiten Stufe des Förderverfahrens der ausgefüllte Antrag eingereicht. Bei allen Fragen rund um das zweistufige Antragsverfahren hilft die LVG & AFS weiter.

Die Anträge können fortlaufend eingereicht werden. Das Programm wird bis Ende Mai 2023 gefördert.

Die Projektskizze finden Sie hier.

Den Antrag finden Sie hier.

Bitte senden Sie die Projektskizze und den Antrag an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Unterstützung

Bei allen Fragen stehen Ihnen die Kolleginnen von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. zur Verfügung. Sei es bei der Ideenfindung, der Antragsgestaltung, wenden Sie sich gerne an die landesweite Prozessbegleitung und Koordinierung.

Britta Kenter
Tel.: 0511 / 388 11 89 – 122
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sabrina Schöpfel
Tel.: 0511 / 388 11 89 - 107
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In dem Leitfaden Gesundheit im Quartier können Sie weiterführende Informationen nachlesen.